Individuelles Arbeiten

Individuelles Arbeiten an der Burgschule

Bereits im Unterricht können wir durch Differenzierungsmaterial individuelles Arbeiten einüben. Weitere Hilfestellungen durch Fachpersonal bieten wir in der Ganztags-Werkrealschule von Montag bis Freitag immer von 9.30 Uhr bis 10.15 Uhr an. In dieser Zeit können unsere Schüler/innen eigenverantwortlich bestimmen, wann und wie sie Ihre Wochenaufgaben erledigen möchten. Gleichzeitig bieten wir Kontrollmöglichkeiten an, so dass Lehrer/innen den Lernstand der Kinder präsent haben.

 

Es steht für die Schüler/innen der Burgschule ein Lernatelier zur Verfügung, hier werden die Schüler/innen in einer ruhigen Atmosphäre in ihrem eigenen Lerntempo unterstützt. Seit dem Schuljahr 2014/15 haben wir ausgebildete Lernberaterinnen an unserer Schule. Die Lernberater/innen unterstützen die Schüler/innen im Nachdenken über ihre eigene Lernfortschritte, Arbeitshaltung und Lernweg. So wird die Eigenverantwortlich-keit für das eigene Tun immer mehr gefördert.

MEHR ZUM THEMA:

Auszüge aus einem Text von Annemarie von der Groeben:

Damit alle Lernpotenziale ausgeschöpft werden können und damit dieser Anspruch realisiert werden kann, müssen unterschiedliche Angebote auf unterschiedliche Lerner zugeschnitten sein. Die pauschale Antwort „Individualisierung“ ist jedoch ein abstraktes Konstrukt, das in Schulen erst wirksam werden kann, wenn es auf verschie denen Ebenen konkretisiert wird. Dafür gibt es in Literatur und Praxis inzwischen viele Vorschläge 5. So wurde z.B. ein „Modell ineinandergreifender Ebenen“ entwickelt, das die Komplexität eines umfassenden Individualisierungskonzepts veranschaulicht: Diese Darstellung zeigt auch, dass Anfänge und Entwicklungen auf verschiedenen Ebenen parallel oder nacheinander erfolgen können: von der Aufgabenkonstruktion über die Gestaltung von Unterrichtsstunden bis zu Diagnostik, Lernbegleitung und Leistungsbewertung; von der Unterrichtsplanung bis zu schulischen Rahmenbedingungen Grundlage dafür ist ein pädagogischer Konsens innerhalb der Schule, der sich zur Aufgabe macht „die Unterschiedlichkeit der Schülerinnen und Schüler als produktive Herausforderung anzunehmen“ (s. Grafik). Mit dieser Herausforderung sehen sich die Berliner Integrierten Sekundarschulen (ISS) seit Beginn der Schulstrukturreform 2009 verstärkt konfrontiert. ISS haben sich ebenso wie Gemeinschaftsschulen (GemS) auf den Weg gemacht und erproben an verschiedenen Punkten und auf unterschiedlichen Ebenen Individualisierungs- und Differenzierungskonzepte. Einige dieser Schulen werden hier vorgestellt. Im Prozess der Unterrichtsentwicklung an ISS zeigte sich in den ersten beiden Jahren, dass die Begriffe Individualisierung und Differenzierung, die auch in der Fachliteratur nicht immer deutlich abgegrenzt sind, oft gleichgesetzt werden. Eine grundsätzliche Definition wie „Differenzierung bedeutet die Unterscheidung, Verfeinerung, Abstufung und Aufteilung der Lerninhalte“ 6 gilt auch für den Begriff Individualisierung.

5Vgl. Literaturangaben in dieser Broschüre, S. 30

6Paradies, Liane / Linder Hans Jürgen: Differenzieren im Unterricht. Berlin 2001. S. 9

  • IA-Grafik

(Quelle: https://www.berlin.de/imperia/md/content/sen-bildung/unterricht/individuelles-lernen/berliner_schule_individualisierung.pdf?start&ts=1409831174&file=berliner_schule_individualisierung.pdf)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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